Speziell Grenzregionen, wie das Mühlviertel, haben vom EU-Beitritt Österreichs besonders profitiert. Durch Förderprogramme wie INTERREG oder LEADER ist sehr viel Geld in die Region geflossen.
Trotz Reisefreiheit, erweiterter Möglichkeiten für Studierende und Arbeitende, die Chancen für Unternehmen, der nahezu uneingeschränkte Warenverkehr und enorme Förderungen in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus wird über die EU mancherorts auch geschimpft. Zu viel Bürokratie
oder der Verlust von Entscheidungsgewalt an Brüssel, wird oft behauptet.
Was aber hat der EU-Beitritt, speziell in unserer Region bewirkt?
Das wollen wir in dieser Sendereihe erörtern.
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30 Jahre EU-Mitgliedschaft: Die Bedeutung von grenzüberschreitender Zusammenarbeit
Grenzen prägen unseren Alltag – oft mehr, als uns bewusst ist. Gerade in Regionen wie dem Mühlviertel ist die Nähe zu unseren Nachbarländern nicht nur geografisch, sondern auch wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich von großer Bedeutung. Doch wie funktioniert diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit eigentlich? Wer sind die Akteurinnen und Akteure dahinter, welche Programme und Förderungen gibt es – und was bedeutet das ganz konkret für die Menschen in der Region?
Um hier Orientierung zu schaffen und Einblicke in eine Arbeit zu geben, die häufig im Hintergrund stattfindet, freuen wir uns besonders auf unser Gespräch mit Romana Sadravetz. Sie ist Regionalmanagerin beim Regionalmanagement Oberösterreich, Standort Mühlviertel, und beschäftigt sich intensiv mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit – insbesondere im Rahmen der EUREGIO.
Mit ihr sprechen wir über Zuständigkeiten, Förderstrukturen, EU-Programme wie Interreg, über konkrete Projekte, Bürger*innenbeteiligung und darüber, warum gerade Grenzregionen eine so wichtige Rolle für Europa spielen. Außerdem werfen wir anlässlich 30 Jahre EU-Mitgliedschaft Österreichs einen Blick zurück auf Errungenschaften – und nach vorne auf zukünftige Herausforderungen.
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LEADER Region Mühlviertler Kernland
Österreich ist seit 30 Jahren Mitglied der Europäischen Union – und vieles, was in dieser Zeit in den Regionen insbesondere im Mühlviertel entstanden ist, trägt die Handschrift der EU-Förderprogramme. Besonders sichtbar wird das bei LEADER, einem Programm, das seit Jahrzehnten regionale Entwicklung aus der Region heraus unterstützt – mit Ideen, Engagement und echter Bürgerbeteiligung.
Beatrix Swoboda, Geschäftsführerin des Vereins LEADER Region Mühlviertler Kernland war dazu zu Gast bei Marie-Therese Jahn im Freien Radio Freistadt.
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Das fordert die Jugend von der EU
In dieser Sendung ist Anna Schwabegger, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung – kurz BJV – zu hören.
Auf der österreichischen Jugendkonferenz 2025 in Linz, haben junge Menschen aus ganz Österreich und Südtirol über die Zukunft der EU diskutiert. Unter dem Motto ‚Die EU mit der Jugend zusammenbringen‘ entwickelten sie Forderungen, Visionen und Ideen, wie Europa für sie wieder verständlicher, erlebbarer und vertrauenswürdiger werden kann.
Die Jugendkonferenz hat gezeigt: Junge Menschen verbinden mit Europa Frieden, Freiheit und Zusammenhalt – aber sie fordern auch mehr Mitsprache, mehr Transparenz und mehr Beteiligung.
Die Ergebnisse werden zur europäischen Jugendkonferenz Ende September 2025 mitgenommen, um sie dort mit Delegierten zu diskutieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Wenn Europa für die nächsten 30 Jahre stark bleiben soll, dann braucht es diese jungen Stimmen. Denn die Generation, die heute zwischen 15 und 30 ist, wird die EU von morgen prägen. Lassen wir uns von der Idee tragen, dass Europa nicht nur ein Projekt der Vergangenheit ist, sondern eine gemeinsame Aufgabe für die Zukunft.
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Menschen sollten sich organisieren
Seit 1. Jänner 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union (damals noch Europäische Gemeinschaft). Davor, am 12. Juni 1994, haben sich 66,6% der Wahlbevölkerung in einer Volksabstimmung für diesen Beitritt ausgesprochen. Heute, nach 30 Jahren Mitgliedschaft in denen sich die Union auch selbst weiterentwickelt hat, für uns ein willkommener Anlass um auch einen kritischen Blick auf diesen Staatenbund aus 27 Ländern zu werfen.
Dazu haben wir Boris Lechthaler von der Solidarwerkstatt Österreich ins Studio gebeten. Die Solidarwerkstatt versteht sich als antimilitaristische Initiative die sich für ein neutrales und solidarisches Österreich einsetzt. In Bezug auf die EU begreift sie sich als grundsätzliche EU-oppositionell.
Im Gespräch mit Andi Wahl spricht Lechthaler über die Bedeutung von Nationalstaaten, strategischen Ungehorsam, den Unterschied zwischen Militär und Rüstungsausgaben, das Großmachtprojekt EU und über Alternativen zur momentan besonders hipen Hochrüstung.
Zum Abschluss der Gespräches hat Lechthaler einen interessanten Vorschlag für die Hörerinnen und Hörer. Sie sollen sich selbst in Organisationen begeben. Dann das sei ein gute Schule um Demokratie und Politik zu lernen. Selbst miterleben wie sich Strukturen verändern, sich Fraktionen bilden, Kompromisse ausgehalten werden (müssen) usw.


