Pensionssysteme: gestern, heute und morgen

planetarium #64: Green Lecture mit Lukas Wurz
In der Gegenwart wird das Thema ‚Pensionen‘ nicht selten in einem Atemzug mit den Stichworten ‚demographischer Wandel‘ und ‚höhere Lebenserwartung‘ erwähnt – meist verbunden mit der Überlegung, dass das Fortbestehen der Systeme nur gesichert werden könne, wenn das Pensions-Antrittsalter entsprechend erhöht würde.

Dabei scheint andererseits auch der folgende Gedanke seine Logik zu haben: Wenn eine Person aufgrund eines um zwei Jahre erhöhten Pensions-Antrittsalters länger arbeitet, so zahlt sie auch länger ins System ein. Zwar wird sie erst zwei Jahre später ihre Pension erhalten, der ausgezahlte Betrag sollte allerdings – aufgrund des längeren Einzahlungs-Zeitraums – dann auch entsprechen höher ausfallen. Der Saldo an Ein- und Auszahlungen scheint also durch eine Anhebung des Pensions-Antrittsalters nicht nennenswert modifiziert zu werden, weshalb wiederum die Idee, die Pensions-Systeme auf diese Weise sanieren zu können, fragwürdig erscheint.

In diesem Sinne äußerte sich zumindest kürzlich (22.03.2017) Lukas Wurz, Sozialreferent im Grünen Parlamentsklub, im Rahmen einer ‚Green Lecture zur sozialen Grundsicherung‘ im grünen Haus in Linz. Im folgenden haben wir einige Passagen des Workshops dokumentiert – über die Historie und Funktionsweise österreichischer Pensions-Systeme, über manche Mythen und verzerrte Darstellungen, sowie schließlich zu zentralen Kritikpunkten und möglichen Alternativen.

Sendezeiten:
Fr, 7.4. um 11:00
So, 9.4. um 15:00
Di, 11.4. um 10:00
Sendung in der Radiothek nachhören