Zwei Tage im Zeichen von Medienpolitik und Demokratie

Symposium diskutiert über Wissensarchive und den Public Service-Auftrag von Medien.
Freitag 18. Mai, 9–18 Uhr, Wissensturm Linz
Samstag 19. Mai, 9–18.30 Uhr, Kunstuniversität Linz

Am 18. und 19. Mai diskutieren der Open Commons Kongress und die Medienkonferenz
#mediana gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Digitalisierung. Wie
kann man Demokratie unter den aktuellen medialen Bedingungen stärken? Den Abschluss
des Symposiums bildet eine prominent besetzte Podiumsdiskussion mit den
verantwortlichen PolitikerInnen und Medienschaffenden.

 

Tag 1: Open Commons Kongress „Unwissenheit frisst Demokratie“
Zwischen Wikipedia, freiem Online-Journalismus und Archiven im öffentlichen Auftrag: Wer
macht unser Wissen, wer bereitet Informationen für uns auf und welchen trauen wir?
Der Open Commons Kongress bietet einen Querschnitt zum Thema Wissen und Geschichte
im digitalen Zeitalter und zeigt auf, was das mit unserer Demokratie zu tun hat. Er richtet
sich an interessierte BürgerInnen, die abschließende Podiumsdiskussion lädt zur Diskussion
mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Medien und Netzpolitik ein.

Freitag 18. Mai, 9–18 Uhr, Wissensturm Linz
Hier geht’s zum Programm: http://www.opencommons.at

 

Tag 2: Medienkonferenz #mediana „public open spaces“
Die Medienlandschaft verändert sich. Traditionelle Leitmedien verlieren an Bedeutung,
Algorithmen und kommerzielle Interessen haben immer mehr Einfluss auf
Meinungsbildungsprozesse. Gleichzeitig wird der öffentlich-rechtliche Sektor in Frage
gestellt. Die Medienkonferenz #mediana diskutiert daher mit Corinna Milborn, Leonhard
Dobusch, Thomas Drozda, Erich Fenninger, Daniela Kraus und vielen anderen den Public-
Service-Auftrag der Medienlandschaft als Ganzes: Was können und sollen Medien zur
politischen Meinungsbildung beitragen?

Samstag 19. Mai, 9–18.30 Uhr, Kunstuniversität Linz
Hier geht’s zum Programm: https://mediana.at/programm/

Rückfragehinweis: Ingo Leindecker (0699 18357238), Andreas Wahl (0660 7172771)

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Detailinfos Open Commons Kongress

In einer Demokratie haben Medien nicht nur die Aufgabe zu informieren, sondern auch
Diskursräume zu schaffen, in denen öffentliche Anliegen diskutiert und Meinungen gebildet
werden. Archive wiederum machen diese Informationen langfristig zugänglich und nutzbar,
bewahren das kulturelle Erbe für uns auf und vermitteln Geschichte.
„Archive sind lebendige Träger unseres Wissens, unserer Kultur und Praxis. Indem wir für uns
wichtige Informationen archivieren, können wir nicht nur unsere Vergangenheit oder Gegenwart besser verstehen, sondern geben diesen Informationen auch die Möglichkeit, unsere Zukunft mitzugestalten“, weiß Magdalena Reiter, Kuratorin des Kongresses.

Die Digitalisierung hat die Verfügbarkeit von Informationen und Medien zwar drastisch
vereinfacht, dennoch hinkt der digitale Zugang zu Zeitgeschichtearchiven und Mediatheken
vielfach immer noch den technischen Möglichkeiten hinterher. Gleichzeitig sind es
Plattformen wie Wikipedia und eine Vielzahl an Onlinemedien, die heute unser Bild über die
Welt maßgeblich mitprägen. Auf Basis welcher Informationen öffentliche Meinungsbildung
passiert, ist also nicht mehr von einigen wenigen Medien und Kulturerbeeinrichtungen
abhängig, sondern erfordert in erhöhtem Ausmaß unsere Kompetenz, Informationen kritisch
zu bewerten. Darüber hinaus bedarf es zeitgemäßer politischer und rechtlicher
Rahmenbedingungen, die die produktiven Räume der Wissensherstellung und
Meinungsbildung fördern: „Als demokratische Gesellschaft stehen wir vor der Herausforderung, wie wir gegen ‚Fake News‘ vorgehen können, wie wir Qualitätsjournalismus weiterhin ermöglichen und wie wir von einem möglichst freien Zugang zu unserem kulturellen Erbe profitieren können“, so Reiter zusammenfassend.

http://opencommons.linz.at

 

Detailinfos Medienkonferenz #mediana

„Mit Public-Service-Medien sind Medien gemeint, die einen Auftrag im öffentlichen Interesse
erfüllen, nämlich u. a. Information für den demokratischen Meinungs- und Willensbildungsprozess zu vermitteln“, erklärt Initiator Alexander Baratsits den Kernbegriff der Konferenz.

Das Programm beleuchtet in einem ersten Schritt den Auftrag und die Funktion von Medien
im öffentlichen demokratiepolitischen Interesse, um dann im Weiteren Fragen von Inhalten,
netzpolitischen Entwicklungen, Zugänglichkeit und Diversität aus unterschiedlichen
Perspektiven in Kurzvorträgen und Workshops zu diskutieren. In diesem Kontext soll unter
anderem der Vorschlag einer gemeinsamen Plattform für öffentlich-rechtliche und private
Medien beleuchtet werden. Nicht zuletzt geht es um die Rolle freier Medien hinsichtlich
dieser Entwicklungen sowie um sinnvolle Allianzen. Ein abschließendes Panel mit
Vertreter_innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Medienpolitik widmet sich Frage wie die
über den Tag diskutierten Anforderungen zukünftig medien- und netzpolitisch erfüllt
werden können.
„Bei der mediana geht es um Qualität und Inhalte, netzpolitische Entwicklungen, Zugänglichkeit und Diversität. Wir besprechen auch Vorschläge wie den einer gemeinsamen digitalen Plattform oder eines öffentlich-rechtlichen Algorithmus“, so Alexander Baratsits abschließend.

Die #mediana18 wird von Radio FRO und der Kulturplattform Oberösterreich (KUPF) in
Kooperation mit dorftv, fjum–forum journalismus und medien wien und dem Verband Freier Radios Österreich (VFRÖ) organisiert.